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Verein

Wir sind derzeit ca. 150 Mitglieder in der Handballabteilung.

Unsere Mannschaften sind:

  • Minis/ Ballschule ca. 4-6 Jahre (gemischt)
  • F-Jugend ca. 6-8 Jahre (gemischt)
  • weibliche E-Jugend Jahrgänge 2017-2014
  • männliche E-Jugend Jahrgänge 2017-2014
  • weibliche D-Jugend „D2“ Jahrgang 2013
  • weibliche D-Jugend „D1“ Jahrgang 2012-2010 (zukünftige C-Jugend)
  • männliche D-Jugend Jahrgang 2014-2012

Der FC Hennef 05 ist ein fairer Verein! Unsere Trainer unterschreiben bei Vertragsabschluss einen Ehrenkodex und arbeiten nach unserem Jugendförderkonzept (zu finden auf unserer Homepage).  Wir bemühen uns um die Weiterbildung der Trainer und die regelmäßige Teilnahme an Seminaren, z.B. Präventionsveranstaltung Kinderschutz.

Dennoch müssen Trainer und Verein auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Ein Beispiel dafür ist:

Im Sport wird, anders als in der Schule, ab dem 01.01. eines jeden Jahres in Jahrgänge eingeteilt. Das führt zwangsläufig dazu, dass Freunde in verschiedenen Mannschaften spielen müssen. Diese Einteilung dient aber auch dem Schutz der Kinder. Ihr habt es sicher schon bei Spielen erlebt, wie groß die körperlichen und leistungsmäßigen Unterschiede schon innerhalb einer Liga sein können. Deshalb sollten Kinder/Jugendliche aus jüngeren Jahrgängen nur in bestimmten Ausnahmefällen in älteren Jahrgängen spielen/aushelfen. Dazu gehört u.a., dass neben den handballerischen Fähigkeiten auch die körperlichen Voraussetzungen gegeben sind, sowie ein Spielermangel im älteren Jahrgang besteht.

Wir als Vereine sind für die sportliche Entwicklung der Spielerinnen und Spieler verantwortlich, das betrifft sowohl die Förderung als auch den Schutz.

Natürlich versuchen wir in solchen Fällen, die beste Lösung für alle zu finden. Es wird immer eine gemeinsame Entscheidung von Eltern, Trainern und Kindern sein.

Verantwortliche

Geschäftsführerin

Kerstin Guthardt

Email: kerstin.guthardt@fc-hennef05.de
mobil: 0178 5013813

Jugendwärtin

Vivien MarschellaEmail: vivien.marschella@gmx.de
mobil: 01577 2884376

Schiribeauftragter


Philipp Kaiser
Email: philippkaiser61@gmx.ch
mobil: 01573 113954

stellv. Abteilungsleiter

Lukas Bönninghausen
Email: lukas.boenninghausen@gmail.com
mobil: 01573 6948182

Kassenwart

Alex Niederquell
Email: niederquell@rn-neuraum.de
mobil: 0152 9449529

Jungenwart

Tom Berger
Email: tom.berger@rtl.de
mobil: 0170 4566240

Historie

An dieser Stelle wollen wir versuchen die vielschichtige, bewegte und mit zeitlichen Brüchen versehene Geschichte des Handballs in Hennef zu beschreiben. Das Ergebnis erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die Suche nach geeigneten, aussagekräftigen Quellen sich bisher als äußerst schwierig erwies. Grundlage für das vorliegende Ergebnis bilden Artikel aus dem Internet (z.B. Wikipedia, Hennefer Volkszeitung (H.V.Z.) Abteilungschronik des Godesberger TV), die Festschriften zu „100 Jahre Hennefer Turnverein“, „100 Jahre TV Rott“, „50 Jahre TV Söven“ und die Erinnerungen von Zeitzeugen.

Gründerjahre

Das von Carl Schelenz entwickelte Sportspiel Handball startete in Deutschland am 28. November 1920 mit 91 Mannschaften in seine erste Meisterschaftssaison der Deutschen Turnerschaft. Gespielt wurde Großfeldhandball sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Ab 1922 fanden parallel Meisterschaften der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik sowie des Arbeiter Turn- und Sportbundes (ATSB) statt. Als 4. Organisation kam 1927 die Deutsche Jugendkraft hinzu. Die sportpolitischen Hintergründe kann man hier nachlesen.

Im heutigen Stadtgebiet von Hennef spielte man in 4 Vereinen Handball:

  • Hennefer Turnverein (HTV); die Homepage des Hennefer Turnvereins (HTV) weist 1924 als Gründungsjahr einer eigenen Handballabteilung unter dem Dach der Deutschen Turnerschaft aus.
  • DJK Geistingen; die Gründung der Handballabteilung erfolgte am 01.04.1927 unter dem Dach der Deutschen Jugendkraft. Nachzulesen ist dies u.a. auf der Homepage des TTC DJK Hennef 1927 e.V
  • TV Söven; Gründungsjahr 1921, Handballabteilung seit 1929 unter dem Dach der Deutschen Turnerschaft.
  • TV Rott; gegründet 1903, Handballmannschaft seit 1930 unter dem Dach der Deutschen Turnerschaft.

Die Mannschaften spielten außer in Meisterschaftsspielen auch in sogenannten „Gesellschaftsspielen“ (=Freundschaftsspielen), auf Handballwerbetagen (s. H.V.Z. v. 28.05.1932) und in Hennef ab 1932 auch in der „Handballmeisterschaft im Amte Hennef“ (=Stadtmeisterschaft”) gegeneinander. Dank der H.V.Z. vom 28.05.1932 wissen wir, dass in Hennef auch eine Damenhandballmannschaft existierte.

Zu dieser Zeit gab es nur 3 Altersgliederungen: Schülerklasse, Jugendklasse und Senioren. Die Meisterschaftssaison fand zwischen September des aktuellen Jahres bis zum März des darauffolgenden Jahres statt. Gespielt wurde auch in den Wintermonaten. Wer konnte, trainierte aber in der Halle. 

Die Vereine der Deutschen Turnerschaft gehörten seit 1922 organisatorisch zum Sieg-Rhein-Gau. Ab 1931 wurde in den Spielklassen Gauklasse, Bezirksklasse, A-Klasse, B-Klasse, und C-Klasse. Der Erst- und Zweitplatzierte der Gauklasse startete in der Vorschlussrunde zur Deutschen Meisterschaft. Die genaue Spielklassenordnung der Deutschen Jugendkraft ist nicht bekannt.

In der Saison 1930/31 starteten Söven, Rott und Hennef 2 in der C-Klasse. Für Rott und Söven war es die erste Meisterschaftssaison. Söven schloß diese als Meister ab und stieg in die B-Klasse auf. Trainer der Sövener war zu dieser Zeit ein Mitglied der DJK Geistingen: Emil Hombach. Die 1. Mannschaft des HTV war in dieser Saison Aufsteiger in die Gauklasse. Auch die DJK Geistingen spielte in dieser Saison als Aufsteiger in der Gauklasse (im anderen Verband).

In der Saison 1931/32 errang Söven die Meisterschaft in der B-Klasse und stieg in die A-Klasse auf. Als A-Klassenmeister erfolgte nach der Saison 1932/33 der Aufstieg in die Bezirksklasse.

Die „Stadtmeisterschaft“ wurde in den Monaten Mai-Juni und erstmals 1932 ausgetragen. Jeder spielte einmal gegen Jeden. Der HTV gewann den vom Vorsitzenden der DJK, dem Fabrikanten P. Steimel, gestifteten Wanderpokal (s. H.V.Z. v. 14.06.1932). Diesen Erfolg wiederholten die Hennefer im Jahre darauf. Hier sind auch die Mannschaftsaufstellungen bekannt (s. H.V.Z. v. ).

1933 erfolgte die Aufteilung des bisherigen Sieg-Rhein-Gaus in den Sieg-Gau und den Rhein-Ahr-Gau. Im gleichen Jahr lösten die Nazis den Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen (DRA) auf und übertrugen seine Aufgaben an den 1934 neu gegründeten Deutschen Reichsbund für Leibesübungen (DRL, ab 1938 Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen – NSRL). Die deutschen Sportverbände wurden aufgelöst oder gingen im DRL auf. Die Deutsche Turnerschaft fungierte ab 1934 innerhalb des DRL als Fachamt 1 Turnen. Die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik bildeten zunächst das Fachamt 3 Leichtathletik und Handball. Später wurde Handball eigenständig im Fachamt 4 bearbeitet. Der konfuse Kompetenzstreit der deutschen Verbände um das Handballspiel wurde durch die (jedoch aus anderen Gründen vorgenommene) Gleichschaltung des Sports beendet. Mit der Neuorganisation der Sportstrukturen ging eine räumliche Neueinteilung einher: Innerhalb der Reichsbundgau XI Mittelrhein gehörte Hennef zum 3. Kreis (Siegkreis und Teile des Siegerlandes) des Bezirk 1 (Köln) des Gaus.

1934 und 1935 gewann der SSV Geistingen die „Stadtmeisterschaften“. Ob die DJK-Handballer freiwillig zum SSV gewechselt sind oder dies der drohenden Zerschlagung der Deutschen Jugendkraft durch die Nazis vorbeugen sollte, kann spekuliert werden. Die Homepage der TTC DJK Hennef gibt 1935 als Verbot ihres Vereins durch die Nazis an.Vom entscheidenden Spiel 1935 gegen den HTV ist bekannt, dass mehr als 1000 Zuschauer anwesend waren und die Emotionen teilweise so hochkochten, dass Zuschauer den HTV-Torwart behinderten und auch tätlich angriffen.

Eine Spielankündigung in der H.V.Z. lässt vermuten, das die Stadtmeisterschaft auch 1936 ausgetragen wurde, ein Hinweis auf den Sieger konnte bisher nicht gefunden werden.

Am 20.09.1938 erfolgte der zwangsweise Zusammenschluß aller Hennefer Sportvereine zur TuRa Hennef. Vom TV Söven und TV Rott liegen über diesen Zeitpunkt keine Informationen vor. Allerdings ist der Festschrift des TV Söven zu entnehmen, dass nach der Einstellung des Spielbetriebs vom SSV Geistingen, einige Spieler von Geistingen nach Söven wechselten. Das Handballspielen wurde schon vor dem Krieg durch Arbeitsdienst und Wehrpflicht empfindlich gestört. Für den Jugendbereich ist auch darauf hinzuweisen, dass mit der Vereinheitlichung der Sportstrukturen durch die Nazis, Vereinen verboten war Jungen aufzunehmen, die nicht in der Hitlerjugend waren. Die Vereine waren gezwungen ihre Mitgliedslisten den Behörden zu übergeben, damit diese einen Abgleich durchführen konnten.

Nach dem Krieg

Bis in die 70er Jahre

1946 trat der HTV aus der TuRa Hennef aus und wurde wieder eigenständig. Die Handballer waren dabei eine treibende Kraft. Der ehemalige Torwart Peter Zolper wurde Schriftführer des Gesamtvereins.

Die Abteilung wurde nach dem Krieg bis zur Schließung der Abteilung von 4 Abteilungsleitern geleitet: Günther Schmuck (Kriminalbeamter), ihm folgte später Heinz Kann (Volks-/Grundschullehrer), danach übernahm Gerd Engels (Mannschaftsführer 1. Mannschaft). Zum Schluß leitete Egon Schöpke die Geschicke. Gleichzeitig war er als Spieler, Trainer und Schiedsrichter für den Verein tätig. Eine vereinspolitische Hochzeit der Handballer war die Zeit zwischen 1963 und 1967. Hier setzten die Handballer ihren Kandidaten als Vorsitzenden des Gesamtvereins durch. Unter seiner Führung begann der Wandel des HTV zu einem modernen Verein mit vielfältigen, selbständigen Übungsgemeinschaften unter einem Dach. Dies bedeutet eine erhebliche Wandlung zur Vorkriegszeit, als alle Abteilungen per Zeitungsaufruf zum Pflichtturnen auf dem Sportplatz verpflichtet wurden.

Die DJK Hennef nahm den Handballsport mit ihrer Gründung 1948 wieder auf. Die Abteilung wurde allerdings 1956 wieder aufgelöst.
Der Wiederbeginn bei Söven datiert auf den 26.01.1952. Auf der damaligen Jahreshauptversammlung wurde die Einführung einer Handballabteilung beschlossen. Das erste Spiel fand am Ostermontag gegen Bockeroth statt.
Der TV Rott hat keine Handballabteilung mehr eingeführt.

Organisatorisch waren nach dem Krieg alle Handballabteilungen dem DHB eingegliedert. Bis Anfang der 70er-Jahre spielte man weiterhin Großfeldhandball. Ende der 60er-Jahre wurde dann in eine Feld- und eine Hallensaison unterschieden.

Opel Blitz

Opel Blitz

Mangels ausreichender Anzahl an Autos fuhr man in den 50er- und 60er-Jahren viel mit Fahrrädern zu Auswärtsspielen, teilweise bis nach Königswinter. Aufwärmen erfolgte “by the way”. In Hennef sind aber auch Anreisen mit dem Möbelwagen der Firma Rondorf nicht vergessen. Von Heinz Kann weiß man, das er samstags beim Ausliefern der Bestellungen des Gemischtwarenhändlers Buchholz in Geistingen half, um nachmittags seine Jugendmannschaften mt dem Kleinbus zu den Spielen fahren zu können. Ehemalige des TV Söven erinnern sich, dass für Fahrten zu Auswärtsspielen schon mal ein Traktor mit Anhänger als “Mannschaftsbus” benutzt wurde. Hin und wieder konnte man auch auf den Opel Blitz eines Söveners zurückgreifen.

Die erfolgreichste Nachkriegsmannschaft des HTV spielte 1969 als Aufsteiger aus der Kreisklasse in der Kreisliga um den Aufstieg in die Landesliga und belegte in dieser Saison den 2. Platz. Heimspiele fanden auf dem alten Tura-Platz statt. Der TV Söven konnte an seine Vorkriegserfolge auch nicht anknüpfen. Er hatte das Problem eines fehlenden Sportplatzes (s. Festschrift).

Festschrift

1971 feierte der TV Söven 50-jährige Bestehen. Zu diesem Anlass wurde eine Festschrift verfaßt. Aus dieser ist der nachfolgende Text, der die Geschichte des Handballs beim TV Söven beschreibt:

Gründung der Handballabteilung im Jahre 1929. Der verstorbene Turnbruder Peter Neuhalfen hat dazu im Jahre 1930 folgendes niedergeschrieben:
Die Geschichte der Handballabt. des TV Söven 1921 soll hier aufgezeichnet werden, damit jederzeit eine genaue Übersicht über die Kämpfe vorhanden ist und die Spieler aus den Kritiken ihre Fehler erkennen und nach Abstellung derselben trachten, um immer bessere Leistungen zu erbringen, dieselben aber auch in späteren Jahren, bei der Durchsicht dieser Blätter, die Freuden, die sie innerhalb des TV Söven gehabt haben, nacherleben können. Der kommenden Generation soll sie ein Zeugnis der Arbeit sein, welche junge Männer geleistet haben, um auch in der heutigen bedrängten Zeit, der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Not, der Jugend von Söven und seiner näheren Umgebung die Möglichkeit zu bieten, sich durch den Aufenthalt auf grünem Rasen, in Licht, Luft und Sonne, durch Ausbildung aller Kräfte des Körpers und des Geistes in frisch-fröhlichen Kämpfen auf den schweren Weg durchs Leben vorzubereiten.

Es heißt dann weiter in der Niederschrift: Ende 1929, unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Karl Tschauner, Lehrer in Söven, sahen sich die Mitglieder des TVS veranlaßt, dem Turnspiele einen größeren Raum innerhalb ihres Programms einzuräumen, als dies bisher der Fall gewesen war. Es sollte eines der großen Kampfspiele geübt werden, damit die Turner die in denselben gebotenen körperlichen und geistigen Werte voll ausnützen könnten, damit die bisherige vorbildliche Einigkeit im Turnverein auch weiterhin gewahrt bleibe und vielleicht auch neue Mitglieder für die edle Sache der Jugendpflege auf dem Gebiete gesunder, zweckmäßiger Leibesübungen gewonnen werden. Nach einer Reihe von Versammlungen entschied man sich für das Handballspiel, zumal dieses Spiel innerhalb der Deutschen Turnerschaft gepflegt wurde. Der damalige Vereinswirt Christian Schenkelberg stellte die auf dem Wege nach Rott gelegene Weide als Sportplatz zur Verfügung. Übungstage sollten der Donnerstag, der Samstag
und Sonntag nachmittags sein. In der Niederschrift dazu heißt es noch: Um niemand von der Erfüllung der Sonntagspflicht abzuhalten, sind Wettspiele vor oder nach der Nachmittagsandacht durchzuführen. Auf keinen Fall darf die Zeit des Hauptgottesdienstes dazu verwandt werden.

Nun folgt die Aufzählung der Mitglieder des TV. Stand
am 1. Jan. 1930:
1. Vors.: Karl Tschauner
1. Schriftf.: Peter Schenkelberg
1. Kassierer: Hubert Thomas
1. Turnwart: Peter Bolz
2. Kassierer: Heinrich Kuttenkeuler
2. Turnwart: Heinrich Bolz
Jugendwart: Wilhelm Schenkelberg
Heinrich Richarz, Johann Bolz, Johann Thomas-
Wippenhohn, Wilhelm Koch, Peter Neuhalfen, Wilhelm Bolz, Albert Richarz

Einige Verse seien hier eingefügt, bevor der Bericht über
die folgenden Jahre aufgenommen wird:

Den Spielern zur Beherzigung:
Spiele nie für dich allein
stürmt zu zwei’n oder drei’n
spiel über den Abseitsstrich
erst den Ball und dann erst dich.
Schieße früh und schieße oft
schieße scharf und unverhofft.
Halt den Ball nicht stundenlang
hüte dich vorm Doppelfang.
Ist dein Ansturm noch so eilig
stets sei dir der Torraum heilig.
Spiele scharf, doch niemals roh
schrei nicht hierher, hep und ho!
Ob gewonnen, ob verloren
laß’ den Pfeifmann ungeschoren.
(Autor nicht bekannt, vielleicht Peter Neuhalfen
oder Karl Tschauner.)

Eifriges Training unter der Leitung von Emil Hombach DJK Geistingen, und mehrere durchgeführte Freundschaftsspiele im Frühjahr und Sommer 1930 waren die Voraussetzungen für die im Herbst 1930 beginnenden 1. Meisterschaftsspiele.

Die Mannschaftsaufstellung für das 1. Meisterschaftsspiel:
Heinrich Kuttenkeuler
Hubert Thomas                Mathias Klein
Heinz Bolz       Peter Bolz           Wilhelm Koch
Heinrich Richarz                                                         Wilhelm Bolz
Pet. Schenkelberg   Frz. Schenkelberg     Pet. Kurscheid

Diese Mannschaft schaffte es gleich auf Anhieb, in der untersten Klasse Gruppenmeister zu werden, und zwar mit 14:2 Punkten und einem Torverhältnis von 72:8 Toren. Dieser großartige Erfolg in der ersten Saison war nur möglich
gewesen durch die gute Kameradschaft, den ungeheuren Siegeswillen und die Ausnutzung jeder Gelegenheit zum Torwurf. Die Gaumeisterschaft wurde durch einen 4 :2 Sieg über Meckenheim in Hangelar gesichert. Der TVS stieg nun in die A-Klasse auf und hatte in der Saison 1931/1932 folgende Gegner: Sieglar, Rott, Bergheim, Braschoß, Troisdorf.

Mit der Mannschaft

Heinrich Kuttenkeuler
Mathias KleinHubert Thomas
Wilhelm KochPeter BolzHeinz Bolz
Frz. OlbertzHch. Richarz
Pet. KurscheidFrz. SchenkelbergPet. Schenkelberg

wurde das 2. Meisterschaftsjahr bestritten. Auch in dieser Runde schaffte der TVS die Meisterschaft und hatte zur Erringung der Gaumeisterschaft 2 Entscheidungsspiele auszutragen. Das erste gegen Witterschlick wurde mit 11 :0 Toren gewonnen. Aber auch der nächste Gegner, Vater Jahn Bonn-Poppelsdorf, der den Sövenern aus verschiedenen Freundschaftsspielen kein Unbekannter war, wurde mit 3 :1 Toren geschlagen. Dieses Ergebnis wurde in der Zeitung ausreichend gewürdigt und dabei die ausgezeichnete Mannschaftsleistung und das glänzend spielende Verteidigerpaar Math. Klein — Willi Bolz hervorgehoben. Damit hatte die Handballabteilung des TVS wieder einen ganz großen Erfolg errungen. Nach diesen 2 Meisterjahren war in Söven das Interesse für den Handballsport natürlich sehr gewachsen. Viele Jugendliche hatten sich dem TVS angeschlossen und so war der Verein erstmalig in der Lage, eine Jugendmannschaft aufzustellen. Hier die erste Mannschaftsaufstellung: Wilhelm Schneider, Josef Dahlhausen, Fritz Gierlach, Heinrich Himmel, Fritz Bolz, Mathias Bolz, Kraus, Peter Klein, Paul Bolz, Georg Behr, Josef Oel.

Nach der Erringung der Gaumeisterschaft war die 1. Mannschaftdes TSV erneut aufgestiegen, und zwar in die Bezirksklasse. Im August 1932 wurde die Meisterschaftsrunde mit dem Spiel gegen Niederpleis II begonnen. Es war nicht zu erwarten, daß Söven in dieser Klasse noch eine Rolle spielen würde. Aber schon in diesem Spiel zeigte es sich, daß die Sövener das Handballspielen verstanden und aus der Vergangenheit stets hinzugelernt hatten. Die Niederpleiser, die Bezirksklassenmeister der vergangenen Saison waren, wurden mit 11 :10 geschlagen, was einer Sensation gleich kam. Nun, was keiner zu hoffen wagte, trat ein. Die 1. Mannschaft des TVS wurde im 3. Meisterschaftsjahr wiederum Meister der Bezirksklasse. Und als solcher mußte die Mannschaft wieder um die Gaumeisterschaft antreten. Es war der gleiche Gegner, wie im Vorjahr, Bonn-Poppelsdorf. Der TVS leistete erbitterten Widerstand, spielte ausgezeichnet und verlor schließlich ganz knapp mit 2 :3 Toren. Damit aber hatte die Handballabteilung des TVS die höchstmögliche Spielklasse erreicht. An diesem letzten Erfolg hatten die neu hinzugekommenen Spieler Heinrich Schultes, Karl Höhner, Heinrich Stommel, Paul Bolz, Peter Klein, Fritz Thomas und Michael Stöcker erheblichen Anteil.

Dieser großartige Erfolg der ersten 3 Spieljahre war bedingt durch den großen Spieleifer und die a. o. gute Kameradschaft unter dem bewährten Spielführer Peter Bolz und dem Vorsitzenden Karl Tschauner. Viele Jugendliche füllten nach und nach die Reihen der 1. Mannschaft. Es sind da zu nennen: Georg Behr, Georg Klein, Josef Bolz, Josef Oel, Wilhelm Schneider und Heinrich Halm. Und als der SSV Geistingen seinen Spielbetrieb einstellte, spielten zeitweilig auch junge Leute aus diesem
Verein in unseren Reihen mit. Es waren dies Heinrich Walterscheid, Alois Kretschmann, Fritz Wolf, Josef Kretschmann und Heinrich Breuer. In den folgenden Jahren war das Interesse für den Handballsport weiterhin groß. Einige Spieler nahmen sogar wiederholt an Kreisauswahlspielen teil. Doch Arbeitsdienst und Wehrpflicht unterbrachen das Handballspielen schon vor dem Kriege. Nach dem II. Weltkrieg taten sich wieder junge Sövener zusammen, die diesen schönen Sport bis
auf den heutigen Tag pflegen.

1945— 1971
Am Sonntag, dem 12.4.1947 trafen sich im Vereinslokal: Josef Schumacher, Josef Olberz, Rainer Herrmanns, Franz Koch, Heinz Meis, Bernhard Schumacher, Willi Rector, Erwin Höffgen, Josef Reuter, Willi Lüke, Günter Hochhäuser, Hans Müller und Theo Schäfer und beschlossen, Turnen, Sport und Spiel wieder zu neuem Leben zu erwecken. In der Generalversammlung am 26. 4. 47, zu der Josef Schumacher eingeladen hatte, wurde folgender Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender Heinz Rademacher
2. Vorsitzender Josef Schumacher
Kassenwart Rainer Hermanns
Schriftführer Jakob Müller
Turnwart Josef Olberz
Jugendturnwart Peter Klein
Gerätewart Johann Eymael

Schon bald entwickelte sich ein reger Turn- und Spielbetrieb. Mit einer Werbeveranstaltung, auf der die Damen- und Herrenriege vom TV Hennef ihr großes turnerisches Können zeigten, begann der dritte Abschnitt im turnerischen Leben des TV Söven.
Die Begeisterung hatte alle Jugendlichen erfaßt und die aktive Mitwirkung in allen Abteilungen stieg so sehr, daß der Verein bald über 2 Senioren-Riegen, eine Jugend und eine Schülerriege, sowie eine Damen- und Jungmädchenriege verfügte. Dies war natürlich nur möglich, weil die Turnwarte Josef Olberz, Peter Bolz und Franz Schenkelberg sich bereitwilligst zur Verfügung stellten. Sodann waren mit den Heimatvertriebenen viele junge Leute ins Dorf gekommen, die sich schnell in der Dorfgemeinschaft einlebten und die durch den Krieg entstandenen Lücken innerhalb des Turnvereins wieder auffüllten. Wie schon in den Anfängen wurde neben Turnen und Sport auch das gesellige und kulturelle Leben gepflegt. Die Initiatoren waren Josef Schumacher und Peter Bolz sowie Hubert Thomas und Heinrich Bolz. Der Höhepunkt war das Mysterienspiel „Jedermann“, das an 2 Abenden aufgeführt wurde. Es brachte auch finanziell einen so großen Erfolg, daß Gymnastikkeulen, ein neuer Barren und ein Olympiareck angeschafft werden konnten. Krieg und Kriegsfolgen waren nicht dazu angetan, 1946 das 25-jährige Bestehen des Vereins festlich zu begehen.

Deshalb erhielt die Feier zum 30-jährigen Bestehen am 8.4.51 einen besonders festlichen Rahmen. Folgende Ehrungen hatte der Verein zu diesem Fest vorgesehen:
Ehrenvorsitzender: Christian Schenkelberg
Ehrenmitglieder: Franz Schenkelberg, Heinrich Bolz, Willi Schenkelberg, Bernhard Schenkelberg, Peter Becher, Wilhelm Flink, Josef Schumacher, Johann Bergheim, Albert Richarz, Peter Bolz, Wilhelm Bolz, Josef Olberz, Mathias Klasen, Hubert Thomas, Josef Rödder.

Nicht weniger eindrucksvoll wurde das 40-jährige Bestehen am 21.10.61 gestaltet. Dieses Fest war verbunden mit einer Wiedersehensfeier für alle ehemaligen Turner und Handballer, für alle Freunde und Gönner des TV Söven. Hierbei wurde auch die neue Fahne eingeweiht, zu der der 1. Vorsitzende Heinz Rademacher und das inaktive Mitglied Peter Schenkelberg Hilfestellung gegeben hatten. Es dauerte lange, bis im Handballsport frisches Leben einzog. Erst als die Herren Piel und Zöller vom TV Niederpleis das Training übernahmen, wachte die Begeisterung wieder auf. Das 1. Treffen fand am 1.4.52 gegen den HSV Bockeroth statt. Die Wettkämpfe wurden noch weitere 12 Jahre auf der von den Vereinswirten zur Verfügung gestellten Wiesen ausgetragen. Dann erst fanden die jahrelangen Bemühungen des 1. Vorsitzenden um einen eigenen Sportplatz ihre Erfüllung. Am 4. 7.1964 konnte dieser Platz an der „Wegscheide“ zwischen Söven und Rott eingeweiht werden, wobei die Turnvereine dieser beiden Orte eine Eigenleistung von 40 000,— DM zu erbringen hatten. Mit dem neuen Sportplatz nahm das Handballspiel einen großen Aufschwung. So wie vor Jahren Paul Gebhardt die Jugendmannschaft zu großem Erfolg führte und damit für den Nachwuchs des Handballsports sorgte, hat heute der Jugendturnwart Michael Schiffmann seine Schülermannschaft zu immer größeren Leistungen begeistert. Daß auch heute noch unser Handballsport so viele Anhänger hat, liegt an dem intensiven Einsatz des alten Handballobmanns Franz Josef Leon, von Manfred Janning und Alfred Richarz, in deren Händen heute die Leitung dieses Sports liegt. Durch die Aktivierung des Handballsports war der Turnbetrieb bei den Senioren zum Erliegen gekommen. Doch kamen neue Sportarten hinzu. Tischtennis und Kegeln. Sie fanden viele Anhänger. Seit Frau Sadowski und Frau Krüger das Frauenturnen übernahmen, werden die Sport- und Turnabende von Frauen und Jungmädchen rege besucht. Seit Jahren hat sich Frau Maria Reuter für die Mädchenriege eingesetzt, wobei auch Frau Anita Rektor längere Zeit mitgewirkt hat.

Zwei Veranstaltungen haben sich im Laufe der Jahre so entwickelt, daß sie zu einem festen Begriff im gesellschaftlichen Leben des ganzen Dorfes wurden. Da waren zunächst die beliebten Karnevalssitzungen, bei denen die von Peter Bolz gegründete Tanzgruppe, mit Hans Henseler als Tanzoffizier und Frau Inge Henseler als Tanzmariechen, immer mit großem Applaus begrüßt wurde. Diesem Fest der Erwachsenen steht gegenüber das Fest der Kinder, die jährliche Nikolausbescherung, zu der der Verein 1950 zum ersten Male eingeladen hatte. Seit 1967 landen St. Nikolaus und Knecht Rupprecht mit einem Hubschrauber auf dem Sportplatz, wo dann mehr als 300 Kinder aus Söven und allen Ortschaften der Umgebung beschert werden. Diese durch die Initiative des damaligen Trainers Franz Gau und des 1. Vorsitzenden Heinz Rademacher entwickelte Nikolausfeier ist das jährliche „Hohe Fest“ für jung und alt. Nicht immer verliefen die Geschehnisse des Vereins nach Wunsch.

Dem seit 1947 ohne Unterbrechung amtierenden 1. Vorsitzenden Heinz Rademacher und einiger Getreuen ist es zu verdanken, dass das Vereinsleben immer wieder neue Impulse bekam. Ihnen gebührt für ihren unermüdlichen Einsatz der Dank des ganzen Vereins.

Spielgemeinschaft HTV/TV Söven

In den 70er Jahren bildeten der HTV und der TV Söven eine Spielgemeinschaft. In der Großfeldsaison 1973 erreichte die erste Mannschaft den 3. Platz in der 1. Kreisklasse. In der Hallensaison des gleichen Jahres hatte man nicht nur gegen den Gegner sondern auch gegen das allgemeine Sonntagsfahrverbot zu kämpfen. In dieser Zeit gab es nur wenige Hallen, so dass man den kompletten Spieltag einer Klasse in einer Halle veranstaltete. Im Vorfeld wurde der Verein bestimmt, der die Kasse zu führen hatte und auch der Offizielle des Kreises der den ordnungsgemäßen Verlauf begutachtete. Auf diese Weise kam man auch mit weniger Schiedsrichtergespannen aus. Die Hallensaison 1973/74 bestritt die Spielgemeinschaft in der Kreisliga und erreichte den 6. Platz. In der Feldsaison 1974 trat Hennef/Söven in der Kleinfeldrunde an und gewann diese. Die C-Jugend wurde in dieser Saison während des Spielbetriebs zurückgezogen.

Das Protolollbuch des TV Söven vermerkt am 08.12.1974 die Aufkündigung der Spielgemeinschaft mit dem HTV nach Beendigung der Spielzeit aus finanziellen Gründen. Der Jahresbericht über 1975 des TV Söven weist das Vereinsleben als inaktiv aus. Letzte Aktion in 1975 war wohl die Ausrichtung der Nikolausfeier.

Die Handballabteilung des HTV schloß 1975 ihre Pforten. Man hatte zwar Mannschaften, aber kaum jemand wollte bei der Verwaltung helfen. So wurde Heinz Schellberg 1972 als Schatzmeister des Handballkreises Sieg gewählt (er füllte diese Funktion ununterbrochen 28 Jahre aus), es fehlte aber an Mitstreitern für die Aufgaben als Trainer, Betreuer und vor allem Schiedsrichter. Der Großteil der Aktiven schloß sich dem TUS Niederpleis an. Mit den Gebrüdern Bilgen und Günter Holst war der TUS nun fähig für den Aufstieg in die Regionalliga.

Lanser Jahre

Die Wiedergeburt des Handballs in Hennef erfolgte 1988. Der Hauptschullehrer Bernd Lanser wurde mit seiner Mädchen-Schul-AG 1988 Kreismeister der Schulmannschaften und qualifizierte sich mit dieser Mannschaft für die Bezirksmeisterschaften des RP Köln. Dort belegte man einen 3. Platz. Die gleiche Mannschaft schloß sich, mangels Hennefer Ansprechpartner, dem HSV Bockeroth an und wurde B-Jugend-Kreismeister der Saison 1988/89. Aus dieser Zeit ist heute noch Petra Knechtl unter ihrem Pseudonym “Heimann”  den Handballern des FC Hennef 05 treu geblieben.

Abseits von diesen Bemühungen fand 1991 ein “Nostalgiespiel” zwischen Ehemaligen des HTV und des TV Söven statt. Dieses Grossfeldspiel auf dem Sövener Platz lockt ca. 80 Zuschauer an. Unter ihnen waren der damalige Vizebürgermeister Christoph Schulz, der 1. Vorsitzende des TV Söven, Heinz Radermacher sowie der ehemalige Spielobmann Franz-Josef Leon, zu der Zeit CDU-Stadtverordneter im Hennefer Stadtrat. Das Spiel endete 12:09 für den HTV.

Am 24.03.1997 wurde die Schulsportinitiative als eigenständige Gruppe in den FC Geistingen übernommen. Alles weitere ist Geschichte!